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Dirndln
Geschwister

 

 

Frühlingskonzert - Mirabell Dirndln und Geschwister Seiler

 

19.05.2023 um 19.30 Uhr - Stadl der Alten Post

 


Konzert

Zum ersten Mal seit seiner Renovierung war der Stadl der Alten Post zur Konzertbühne geworden. Den Anfang machten die Mirabell-Dirndl Julia Hell, Veronika Seiler, Elisabeth und Magdalena Weber gemeinsam mit Korbinian Seiler.

Während die Geschwister Seiler in der Region bestens bekannt sind, reisten die übrigen Künstler – unüberhörbar – aus Österreich an. Die Musikerinnen lernten sich im Rahmen ihres Studiums am renommierten Salzburger Mozarteum kennen. Die hervorragenden Musikerinnen boten in Triftern gemeinsam mit Korbinian Seiler eine blitzsaubere Ensembleleistung. Mit Bassflügelhorn, Geige, Harfe, Kontrabass, Zither und mehreren Diatonischen Knopfharmonikas spielten in verschiedenen Besetzungen Volksmusik in ihrer ganzen Bandbreite, die bis hin zu einem französischen Musette-Walzer reichte. Neben bekannten Stücken von Komponisten wie Tobi Reiser brillierten die Künstler dabei auch mit klangschönen Eigenkompositionen. Humorvoll  moderierten sie zwischen Walzer, Polka und Landler.

Das Ensemble wurde frenetisch gefeiert und erst nach einer Zugabe von der Bühne gelassen. Hausherr Bernd Stöcker bedankte sich im Namen des Kultur- und Kunstvereins Triftern mit Blumen bei den Musikerinnen und dem Musiker. Man darf auf ein baldiges Wiederhören im Stadl hoffen.

 


 

 

 

 

 

Rut Kohn
Ludger Drost
Hiob

 

Eröffnung der Ausstellung

Rut Kohn - Bilder zum Alten Testament

 

Freitag, 12.05.2023 um 19.00 Uhr


 

Rede von Ludger Drost zur Eröffnung der Ausstellung

 

„Du sollst Dir kein Bildnis machen in irgendeiner Gestalt…“, so heißt es im Alten Testament (Dt 5,8; Ex. 20,4). Die meisten Religionen, die sich auf dieses Buch beziehen, nehmen das bis heute sehr ernst: Die Abbildung Gottes ist weder bei Juden, noch bei Muslimen, noch bei reformierten Christen erlaubt. Das Wirken Gottes in der Welt, wie es in der in der Bibel berichtet wird, hat man dagegen von jeher ins Bild gesetzt. Einer der ältesten bekannten Bilderzyklen zum Alten Testament findet man in einer Synagoge, nämlich in jener von Dura Europos, im heutigen Syrien. Um 245 entstanden dort Darstellungen, die mit jenen von Rut Kohn, die wir heute in dieser Ausstellung im Haus für zeitgenössische Kunst in Triftern zu sehen bekommen, manches gemeinsam haben. Beide verzichten z. B. konsequent auf eine Abbildung Gottes. Stattdessen erscheint seine Hand. Aus den Wolken des Himmels herab weist sie die Handelnden.

 

Gott ist nicht darstellbar, mehr noch: er ist nicht einmal erkennbar. Jakob muss im Dunkeln am Fluss Jabbok mit ihm ringen. Weil er, der Mensch, letztlich obsiegt, segnet Gott ihn. Aber er gibt sich nicht zu erkennen und verschweigt seinen Namen. Allen Bilderverboten zum Trotz und im Widerspruch zum gerade Gesagten, liegen genau in solchen Geschichten starke Bilder. Sie beschreiben Gott und den Menschen. Rut Kohn hat sie mit einem untrüglichen Gespür für bildhafte Sprechweise und sprechende Bilder erkannt und auf großen Holztafeln mit Buntstiften in Bild und Schrift umgesetzt.

 

Es war in der Vorbereitung dieser Ausstellung, eine vieldiskutierte Frage, ob es denn notwendig sei, diesen Bildern zum Alten Testament die zugehörige Schriftstelle, vielleicht sogar eine darüber hinaus gehende Erklärung, zur Seite zu stellen: Ein paar Hilfestellung zur Betrachtung im Sinne von Goethes: „Was man weiß, sieht man erst“.

 

Brauchen die Bilder von Rut Kohn so etwas? Nehmen wir die Darstellung der Geschichte Abrahams. Rut Kohn erzählt auf dieser Tafel die Geschichte in 18 Bildszenen, sie hat sie gemeinsam in einen Rahmen gestellt, in den der Titel – „Die Geschichte von Abraham“ - und die biblischen Textstellen in hebräischen, tschechischen und deutschen Schriftzeichen eingeschrieben sind. Sie hat die Texte vollständig in einem tschechischen und einen deutschen Textblock gestellt. Damit nicht genug: die Einzelszenen sind auch mit den zugehörigen Schriftstellen durch Nummern verbunden. Hier braucht es wahrhaft keiner weiteren Erläuterungen. Ähnliches gilt für andere Bilder, wenngleich hier einige der didaktischen Elemente fehlen. In den Geschichten von Kain und Abel, dem Auszug aus Ägypten, von Samson und Jona hat sie zum Beispiel auf die zuordnenden Nummern verzichtet. Bei der Schöpfungsgeschichte reduziert sie den geschriebenen Text auf die Ordnungszahlen der Schöpfungstage und in den Bilderbögen zu Josef, Rachel, David und Rut erscheinen nur noch die Titel und manchmal die zugehörige Bibelstelle. Die Geschichten sind zuerst einmal bildliche Nacherzählung.

 

Doch Rut Kohn interessiert sich nicht nur fürs Erzählen. Das wird bei genauer Betrachtung der Einzelszenen deutlich, besonders aber bei jenen Tafeln, in denen sie das biblische Geschehen in einer einzigen großen Szene zu einer Gesamtaussage zusammenfasst. Zum Beispiel die Sintflut, von der ein Ausschnitt das Motiv für das Plakat dieser Ausstellung hergab. Im Vordergrund dieser Darstellung sieht man wie das Wasser erbarmungslos Mensch und Tier wegspült. Die Leiber triften und wirbeln im Blau und Schwarz der Fluten, lösen sich in ihnen auf. Die Arche steht ruhig darüber, aber weniger als ein Bild der Hoffnung auf Rettung, denn als ein dunkler, fenster- und türloser Gebäuderiegel, der niemandem mehr Zuflucht gewährt, der nicht schon drinnen sitzt.

 

Auch dem Fall von Jericho hat Rut Kohn ein einzelnes großes Bild gewidmet. Wie in den bekannten Darstellungen zum Thema etwa bei Raffael oder Ghiberti finden wir auf Rut Kohns Bild Türme und Mauern, trompetenden Priester und die Bundeslade. Doch nimmt das Bild ein weiteres Thema auf, das bei ihren Vorläufern keine Rolle spielte. Ziemlich genau in der Bildmitte erscheint winzig klein, aber aufgrund der Farbe eben nicht zu übersehen, ein purpurroter Faden. Er gehört der Dirne Rahab aus Jericho, die den belagernden Israeliten geholfen hatte. Um nach der Einnahme von Plünderung und Zerstörung verschont zu werden, sollte sie den roten Faden in ihrem Fenster als Erkennungszeichen befestigen. Während in der Sintflutdarstellung die Idee von der rettenden Arche durch die damit verbundenen Zerstörung des Lebens konterkariert wird, gewinnt Rut Kohn ausgerechnet der Zerstörung Jerichos das Bild der Rettung ab: Eine einzige Frau, deren Leben sprichwörtlich an einem roten Faden hängt, überlebt die Katastrophe: wenigstens sie.

 

Mit solchen Wiedergaben geht sie über die literarische Vorlage hinaus und gewinnt ihr Seiten ab, die über übliche Deutungsmuster hinausreichen. Sie folgt der Erkenntnis, dass literarische Geschichten (und die alttestamentlichen Erzählungen zumal) selbst Bilder sind, die mehr sagen als das, was sie oberflächlich erzählen. Um wieviel mehr gilt das für Traumbilder! Es ist wohl kein Zufall, dass im Alten Testament so viel geträumt wird: Im Traum spricht Gott selbst. Aber wie die Bilder zu deuten sind, das sorgt immer wieder für Verwirrung. In drei eher später entstandenen Tafeln, die in dieser Ausstellung teils zum ersten Mal zu sehen sind, reflektiert Rut Kohn genau dies. Sie beschäftig sich mit den Träumen aus der Geschichte von Joseph und seinen Brüdern. Zuerst träumt Joseph von Garben, Sonne, Mond und Sternen, die sich vor ihm neigen. Doch sein Traum wird von seiner Familie als Wunsch, sie zu beherrschen, missdeutet und führt zu seiner Vertreibung. Später träumen die Mitgefangenen Josephs in Ägypten, ein Mundschenk und ein Bäcker. Diesmal ist es Joseph der deutet und zwar richtig, was sich bald offenbart. Im dritten Bild darf er deshalb sogar den Traum des Pharaos von den sieben fetten und mageren Kühen interpretieren und wird dafür reich belohnt.

 

Man muss sich bewusstmachen, was da passiert: in einer Geschichte wird geträumt, die Traumbilder werden (ebenfalls in der Geschichte) gedeutet und dann gibt es jemand, der diese erzählten Bilder malt und deutet, Rut Kohn. Schließlich stehen wir vor ihren Bildern, versuchen in Worte zu fassen, was wir sehen. Natürlich deuten wir: auf den verschiedensten Ebenen, jener der Träume, der Geschichten, der Bilder. Und natürlich: wir deuten manchmal richtig und manchmal falsch.

 

Zusätzlich zu dieser Vielschichtigkeit haben die Bilder Rut Kohns der alttestamentarischen Geschichten häufig noch eine ganz persönliche Seite, eine Geschichte, die sich mit der Künstlerin selbst verbindet. Am meisten gilt dies wohl für ihre Darstellung zum Buch Hiob. Aus der Kunstgeschichte kennt man zu diesem Thema die Darstellung von Hiob im Elend. Gott hatte zugelassen, dass Satan dem einst reichen, frommen Mann alles nimmt, was er hatte, ihn mit Geschwüren plagte und seine Familie auslöschte. Dann sitzt er in diesen Bildern ausgezehrt auf einem Misthaufen. Manchmal begleiten ihn noch die über seinem Schicksal brütenden oder ihn gar verspottenden Mitmenschen. Auf dem Bild von Rut Kohn ist etwas ganz Anderes zu sehen. Dort ruht ihr Mann, Pavel Kohn, der die Vernichtung seiner Familie und all dessen, was sein Leben ausgemacht hatte, als Jugendlicher erleben musste und überlebte. Er hat die Augen geschlossen und ist fast vollständig mit einem Tallit, dem jüdischen Gebetschal, bedeckt. Für Rut Kohn ist diese Ruhe unter dem schützenden jüdischen Tuch ein Bild der Hoffnung und eben keine des Elends. Ausgerechnet dem bittersten Buch des Alten Testaments gewinnt sie wieder eine ganz andere Seite ab, bezieht sie auf ihr Leben und das ihres Mannes und auf jenen Satz der die alttestamentarische Geschichte beschließt: „Und Hiob lebte danach hundertundvierzig Jahre und sah Kinder und Kindeskinder bis in das vierte Glied. Und Hiob starb alt und lebenssatt.“

 

Wir haben viel von Deutung und Bedeutung gesprochen und recht wenig von der Gestalt, in die sie sich kleiden und darüber, dass beides doch untrennbar zusammenhängt. Denn zu den vielschichtigen Bedeutungsebenen tritt eine Fülle von Gestaltungsweisen. Sie reichen von fast naiver Gegenständlichkeit, über sich auflösende Figürlichkeit etwa in der Himmelfahrt des Elias bis hin zur abstrakten Farben und Strukturen in der späten Darstellung vom „Ende des Paradieses“. Man kann sich mit diesen Bildern sehr lange beschäftigen: sehen, deuten, schauen. Und im besten Fall wird man ‒ wie Joseph der Traumdeuter ‒ reichlich belohnt.

 

Triftern, Haus für zeitgenössische Kunst, 12. Mai 2023

 

 


 

 

 

Heinze

Bildhauerfreunde

Hans Wimmer  -  Gerhard Marcks  -  Helmut Heinze

 

Skulpurenausstellung  von 17.09. bis 01.11.2022

Samstag und Sonntag von 14.00 bis 18.00 Uhr

 

Stadel der Alten Post

Marcks
Wimmer

Bildhauerfreunde

Die drei Bildhauer – Hans Wimmer, Gerhard Marcks und Helmut Heinze –  stehen beispielhaft für die Tradition figürlicher Skulptur. Sie beziehen sich mit ihren Werken auf die griechische Antike und stellen sich dem Zeitgeist der Nachkriegszeit entgegen. Zahlreicher Briefwechsel und Atelierbesuche  belegt den engen Kontakt und künstlerischen Austausch.

 

Hans Wimmer (1907-1992), der mit dem Wimmer-Ross das Wahrzeichen der Stadt Pfarrkirchen geschaffen hat, war von 1949 bis 1971 Professor für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. In seinem Atelier in München schuf er unter anderen 1961 den Richard-Strauß-Brunnen für München und 1984-92 einen Streitwagen mit Wagenlenkerin Biga für den Skulpturengarten auf Schloss Gottorf, wo sein Atelier wiederaufgebaut wurde. Einen Großteil seiner Werke vermachte er der Stadt Passau, die im Oberhausmuseum 1987 eine eigene Hans-Wimmer-Sammlung eingerichtet hat.

 

Gerhard Marcks (1889-1981) wurde 1919 von Walter Gropius ans  Staatliche Bauhaus in Weimar berufen und leitete bis 1924 die Töpferwerkstatt. Ab 1925 war er Leiter der Bildhauerklasse an der Kunstgewerbeschule Burg Giebichstein in Halle, bis er 1933 von den Nationalsozialisten entlassen wurde. Ab 1946 war er an der Landeskunstschule in Hamburg tätig und arbeitete ab 1950 als freischaffender Künstler in Köln. Mit der Skulptur Die Bremer Stadtmusikanten schuf er das Wahrzeichen der Stadt und die Stadt Bremen würdigt sein Schaffen 1971 mit der Eröffnung des Gerhard-Marcks-Hauses.

 

Helmut Heinze (geb. 1932) war von 1979 bis 1997 Professor für Plastik an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Während seiner Ausbildung zum Steinbildhauer war er an den Restaurierungen der Dresdner Kreuzkirche und des Meißner Doms beteiligt. Für das Versöhnungszentrum Coventry schuf er zum 50-jährigen Jubiläum 2012 die Figurengruppe Chor der Überlebenden.

 

Die ausgestellten Figuren werden von Dr. Cosmas Wimmer, dem Enkel Hans Wimmers, vom Gerhard-Marcks-Haus Bremen und von Helmut Heinze persönlich als Leihgaben zur Verfügung gestellt.

 

 


 

 

 


 

Eröffnung
Helmuth Heinze
Geschwister Seiler

Eröffnung des Stadels Alte Post

HAUS FÜR ZEIT

GENÖSSISCHE

KUNST TRIFTERN

Donnerstag, 15.09.2022 um 18 Uhr

 

 

Vernissage Bildhauerfreunde

Am 15. September wurde der renovierte Stadel der Alten Post mit der Ausstellung „Bildhauerfreunde: Hans Wimmer - Gerhard Marcks - Helmut Heinze“ eröffnet.

Mit großer Virtuosität begleiteten Veronika und Korbinian Seiler die Veranstaltung mit ihren Instrumenten Harfe, Kontrabass und steirischer Knopfharmonika. Christoph Duschl, Schatzmeister des Kultur&Kunstvereins führte durch den Abend und übergab das Wort zuerst an den Bauherrn und Bildhauer Bernd Stöcker. Dieser gab Einblick in die aufwendige Renovierung und bedanket sich für die gute Zusammenarbeiten beim Architekturbüro Paukner und den vielen engagierten Handwerkern, die größtenteils aus der Region stammen. Arbeiten an einem Baudenkmal erfordern ein hohes Maß an Fachkenntnis und mit großem Engagement von allen Beteiligten wurde der Bau im vorgesehenen Kostenrahmen umgesetzt.

Möglich wurde das Vorhaben durch die Fördermittel von LEASDER (EU, Freistaat Bayern), vom Bayrischen Landesamt für Denkmalpflege, von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, von der Bayrischen Landesstiftung, vom Bezirk Niederbayern, vom Landkreis Rottal-Inn. Zudem musste Bernd Stöcker nicht unerhebliche Eigenmittel und Eigenleistung aufbringen.

Zur Eröffnung des Stadels wurden Grußworte vom stellvertretenden Landrat Kurt Vallée, Bürgermeisterin Edith Lirsch, MdB Marlene Schönberger, LEADER-Koordinator Dr. Eberhard Pex, die Kulturreferentin des Bezirks Niederbayern Dr. Cindy Drexel und den Ortskurator Dr. Herbert Wuster von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ausgesprochen. Alle waren sich einig, dass mit dem Stadel Triftern ein wichtiges Kulturgut erhalten bleibt und eine Begegnungsstätte für die gesamte Region geschaffen wurde.

Zum Abschluss ergriff der 90-jährige Professor Heinze das Wort, der mit seiner Frau Erika den weiten Weg aus Dresden auf sich nahm und mit beeindruckender Leidenschaft über die immense, oft unterschätzte Bedeutung und die geistige Kraft der Kunst sprach. Sein inspirierender Vortrag  begeisterte das Publikum und die Gäste konnten im Anschluss die ausgestellten Skulpturen auf sich wirken lassen.

Ein wunderbares Büffet und kühle Getränke luden die Gäste zum Verweilen und zum Austausch ein.

Nach der gelungenen Eröffnung kamen an den folgenden Wochenenden über 1.000 Besucher nach Triftern, um die Ausstellung zu sehen, vor allem an den sonntäglichen Führungen gab es großes Interesse.


 

 


 

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Zeitlang   Erkundungen im unbekannten Bayern

 

 

 

01.05.2022 - 29.05.2022

Fotoausstellung

 

 

 

 

 

 

 

Fotos           Sebastian Beck 

Texte            Hans Kratzer

 

 

 

Trager Reserl

Butten schmal

Schaufenster

 

Zeitlang - "Ein segensreicher Zustand für Geist und Seele." Hans Kratzer über Zeitlang

Erhebend, beeindruckend, wundbar – das sind nur ein paar Stichworte aus den Einträgen in den Gästebüchern zur Ausstellung „Zeitlang – unbekanntes Bayern“ der beiden SZ-Redakteure Sebastian Beck und Hans Kratzer. Seit Juni 2019 hat ihr Zeitlang-Projekt 28.500 Besucher gezählt. Nach Stationen in Burghausen, Passau, Regensburg, München und Vatersdorf bei Landshut kommt Zeitlang nun auch nach Triftern.


Von 01. Mai an sind die mehr als 70 Fotos und Texte samt Tondokumenten in der Alten Post zu sehen und zu hören. Darin präsentieren Sebastian Beck und Hans Kratzer Bayern in einem ganz anderen Licht als sonst üblich. Mit Klischees von Lederhosen und Oberbayern haben sie nichts am Hut. Es ist das Land abseits der großen Touristenströme und Metropolen, das Sebastian Beck seit Jahren mit seiner Kamera bereist. In suggestiven und immer überraschenden Bildern hält der Leiter der Bayernredaktion den Alltag fest, viele seiner Aufnahmen entstanden in Ostbayern und speziell in der Umgebung von Triftern. Im Laufe der Zeit formte sich daraus ein ganz besonderes Porträt des Freistaats und seiner Menschen – eine Liebeserklärung an die andere Heimat mit ihren grandiosen, hässlichen oder auch skurrilen Seiten. Mit den poetischen Texten von Hans Kratzer wird die bayerische Seele für jeden fassbar. „Zeitlang ist ein Gefühl, das den Kern der menschlichen Existenz berührt. In dem Wort steckt mehr Poesie als in einem Dutzend Schmalzromanen“, schreibt Hans Kratzer, der sich für die SZ seit 25 Jahren mit bayerischen Traditionen und Landesgeschichte beschäftigt.

Die Fotos und Texte werden ergänzt durch Tondokumente, die mit dem Smartphone abrufbar sind. Sie umfassen Kommentare der beiden Autoren, der porträtierten Menschen und nun auch Einspielungen von Gerhard Polt, den Brüdern Well und der Münchner Kabarettistin Claudia Pichler.

 

 


 

 


 

Verwandlung

 

Kunstausstellung mit Lexan Frye, Ursula Zeidler, Monika Jung, André Hasberg, Rudolf Huber-wilkoff, Franziska Lankes, Lotte Lacht, Susanne Wagner, Barbara Strack, Siegfried Kaden, Emmerich Hörmann, Lena Zehringer, Susanne von Siemens und Bernd Stöcker.

 

 

24.Februar bis 17. März 2019

verlängert bis 31.März 2019

 

 

Öffnungszeiten

Samstag und Sonntag von 14-18 Uhr

 

 

 

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